Slowakei-Specials: Wildnis im Herzen Europas

Landschaft & Wildnis, Natur, Pflanzen, Tiere, Kultur, Menschen
Naturreisen – Hundewanderungen – Vogelkundliche Reisen – Botanische Wanderungen – Pilzwanderungen


Von: 29.09.2018
Bis: 06.10.2018
0€
Dieser Termin ist für BUND-Reisen reserviert
ENDE


Von: 02.02.2019
Bis: 09.02.2019
0€
Schneeschuhwanderreise in den Nationalpark Mala Fatra und die Orava-Region. Buchbar nur per www.wikinger-reisen.de
FREI
Von: 09.02.2019
Bis: 16.02.2019
0€
Schneeschuhwanderreise in den Nationalpark Mala Fatra und die Orava-Region. Buchbar nur per www.wikinger-reisen.de
FREI
Von: 16.02.2019
Bis: 23.02.2019
845€
pro Person. Einzelzimmerzuschlag 110 € / eine Woche
Schneeschuhwanderreise in den Nationalpark Mala Fatra und die Orava-Region
FREI
Von: 23.02.2019
Bis: 02.03.2019
845€
pro Person. Einzelzimmerzuschlag 110 € / eine Woche
Schneeschuhwanderreise in den Nationalpark Mala Fatra und die Orava-Region
FREI
Von: 13.04.2019
Bis: 20.04.2019
845€
pro Person und 1 Hund. Einzelzimmerzuschlag 110,- € / eine Woche, je weiterer Hund 70,- € / eine Woche
Eine klassische Hundewanderung, mit allen Highlights, mit alten aber auch neuen Touren.
FREI
Von: 27.04.2019
Bis: 04.05.2019
845€
pro Person. Einzelzimmerzuschlag 110 € / eine Woche
Auf den Spuren von Bear, Wolf und Luchs
FREI
Von: 04.05.2019
Bis: 11.05.2019
845€
pro Person. Einzelzimmerzuschlag 100 € / eine Woche
...gebucht von einer geschloßenen Gruppe
Ausgebucht
Von: 11.05.2019
Bis: 18.05.2019
0€
Buchbar nur per www.wikinger-reisen.de
FREI
Von: 18.05.2019
Bis: 25.05.2019
0€
Dieser Termin ist für BUND-Reisen reserviert
FREI
Von: 01.06.2019
Bis: 08.06.2019
845€
pro Person. Einzelzimmerzuschlag 110 € / eine Woche
Naturreise mit Schwerpunkten: Ornithologie, Botanik, Großen Beutegreifer.
FREI
Von: 08.06.2019
Bis: 15.06.2019
845€
pro Person. Einzelzimmerzuschlag 110 € / eine Woche
Naturreise in die westlichste echte Wildnis Europas, mit Schwerpunkten: Botanik, Ornithologie, Großen Beutegreifer (Wolf, Bär, Luchs).
FREI
Von: 15.06.2019
Bis: 22.06.2019
845€
pro Person. Einzelzimmerzuschlag 110 € / eine Woche
Naturreise in die westlichste echte Wildnis Europas, mit Schwerpunkten: Botanik, Ornithologie, Großen Beutegreifer (Wolf, Bär, Luchs).
FREI
Von: 22.06.2019
Bis: 29.06.2019
845€
pro Person. Einzelzimmerzuschlag 110 € / eine Woche
Naturreise in die westlichste echte Wildnis Europas, mit Schwerpunkten: Botanik, Ornithologie, Großen Beutegreifer (Wolf, Bär, Luchs).
FREI
Von: 29.06.2019
Bis: 06.07.2019
845€
pro Person und 1 Hund. Einzelzimmerzuschlag 110,- € / eine Woche, je weiterer Hund 70,- € / eine Woche
Eine klassische Hundewanderung, mit allen Highlights, mit alten aber auch neuen Touren.
FREI
Von: 31.08.2019
Bis: 07.09.2019
845€
pro Person. Einzelzimmerzuschlag 110 € / eine Woche
Naturreise in die westlichste echte Wildnis Europas, mit Schwerpunkten: Botanik, Mykhologie, Großen Beutegreifer (Wolf, Bär, Luchs).
FREI
Von: 07.09.2019
Bis: 14.09.2019
0€
Buchbar nur per www.wikinger-reisen.de
FREI
Von: 14.09.2019
Bis: 21.09.2019
845€
pro Person. Einzelzimmerzuschlag 110 € / eine Woche
...gebucht von einer geschloßenen Gruppe
FREI
Von: 21.09.2019
Bis: 28.09.2019
845€
pro Person und 1 Hund. Einzelzimmerzuschlag 110,- € / eine Woche, je weiterer Hund 70,- € / eine Woche
Eine klassische Hundewanderung, mit allen Highlights, mit alten aber auch neuen Touren.
FREI
Von: 28.09.2019
Bis: 05.10.2019
0€
Dieser Termin ist für BUND-Reisen reserviert
FREI


Wir garantieren Ihnen bei allen angebotenen Touren

  • eine professionelle, fachkundige örtliche Führung (mit Erklärungen zu Geologie, Fauna, Flora, Kultur, Geschichte, Menschen, Sprache, Kulinarischem)
  • eine hohe Authentizität in jeder Hinsicht und in allen gebotenen Programmpunkten (kulinarisch, kulturell)
  • die beste (volle) Verpflegung und kulinarische Genüsse mit landestypischen Spezialitäten, Wild, Fischen, Pilzen und Kräutern
  • landestypische Getränke – auch alkoholische – in bester Qualität (nicht immer im Preis enthalten)
  • intensive Naturerlebnisse und eine Naturnähe, die Sie kaum irgendwo buchen könnten

 

Wichtig / zu berücksichtigen

  • Es ist selbstverständlich, dass bei allen Touren – selbst wenn sie speziell zoologische oder botanische Schwerpunkte haben – immer ein möglichst breites Spektrum an Erlebnissen und Erkenntnissen geboten wird. Jede Tour bietet unabhängig vom Titel einen breiten Querschnitt an Erlebnissen und die Touren sind trotz ihrer Spezifikation in den Inhalten und Art der Durchführung durchwegs vergleichbar.
  • Bestimmte Abläufe in der Natur, das Vorkommen mancher Arten und das Auftreten einiger Phänomene können von Jahr zu Jahr – zum Beispiel witterungsbedingt – recht unterschiedlich ausfallen. Obwohl die Planung der Touren nach bestem Wissen und Gewissen auf langjährigen Erfahrungen der besten Kenner dieser Region (Nationalparkranger) basiert, kann keine absolute Garantie für die Sichtung von bestimmten Wildtieren oder das Auffinden mancher Pflanzen oder Pilze zu einem bestimmten Zeitpunkt gegeben werden.
  • Das Programm ist so reichhaltig und das Naturerlebnis so intensiv, dass dennoch garantiert kein Teilnehmer unbefriedigt nach Hause kommen wird.
  • Da wir uns oft in wilder Natur bewegen und nicht in einem all inclusive-Resort oder in einem Wildpark, sind Flexibilität, Geduld und ein freundschaftlich-kollegialer Umgang mit den anderen Reiseteilnehmern und dem örtlichen Leiter wichtige Voraussetzungen für eine unvergessliche Tour.
  • Besonders wichtig für Wildbeobachtungen ist die Geduld. Wildtiere haben unvergleichlich bessere Sinne als wir Menschen. Sie nehmen uns wahr, lange bevor wir ihre Anwesenheit bemerken. Beobachtungen in freier Wildbahn unterscheiden sich grundsätzlich von jenen in Zoos und Wildparks. Der leiseste Laut kann bereits eine Fluchtreaktion auslösen.

 

Informationen

Vlado TRULÍK
Štiavnik 1289
013 55, Slowakei
web: www.truliktravel.com
e-mail: info@vladotrulik.com
mob.: 00421 908 948 917

 

Anreise

Die Anreise ist nicht im Preis enthalten und kann je nach Wunsch der Gruppe individuell erfolgen oder gemeinsam mit der Bahn, mit einem Bus oder mit PKW.

In der Regel reisen die Gäste privat per PKW an.

 

Anfahrt nach Mala Fatra – Stefanova

Pasau – Wien – Bratislava – Zilina – Terchová – Vrátna – Stefanová.

Bereits bei der Einfahrt nach Bratislava ist Zilina angeschrieben, von Zilina (liegt auf der wichtigsten Bahnstrecke) aus ist Terchová leicht zu finden und gut angeschrieben. In Terchova biegt man 200m nach der Kirche rechts Richtung Vratna ab. Nach 2 Km biegt man links nach Stefanová ab. Nach weiteren 2 Km fährt man trozt Einfahrtverbot ins Dorf rein und biegt 2 mal links ab und schon steht man vor der Pension Muran. Aus Bratislava sind es gute 2 Autostunden nach Terchová – Stefanova.

Bei größeren Gruppen kann auf Anfrage ein Bus ab Wien oder Bratislava / Preßburg organisiert werden. Mit dem eigenen PKW fahrt man direkt nach Terchová – Stefanová. Mit dem Zug muss man eine Verbindung nach Zilina suchen. Von Zilina gibt es jeder Zeit Busverbindungen nach Terchova – Stefanova. Nach Absprache kann ich die Gäste auch abholen.

 

Treffpunkt

Bei den meisten Touren ist der Treffpunkt jeweils cca. 14.00 bis 18.00

 

Autos sicher abstellen

Die Autos parken direkt vor der Pension, wo sicheres Parken möglich ist. Das Gebiet ist in dieser Hinsicht nicht mit manchen anderen Regionen oder großen Städten vergleichbar und daher sicher.

 

Unterkunft

In sauberen Gästehäusern / Pensionen (in kleinen Ortschaften manchmal auch in Berg- / Wald-Gästehäusern, Hütten), DZ, VP. Nur bei Ausflügen tiefer ins Gebirge manche Nächte in Hütten (auch diese sind immer saubere Unterkünfte), immer mit VP. *Änderungen des in der Buchung angegebenen Gästehauses sind vorbehalten (jedoch immer gleichwertige, saubere Unterkünfte).

 

Verpflegung, Essen & Trinken

Volle Verpflegung ist im Preis enthalten (Getränke nicht immer im Preis enhalten), beste landestypische Kost. Die Gäste werden bestens versorgt und brauchen nichts mitnehmen. In den Ortschaften gibt es Geschäfte, wo auch eingekauft werden kann.

 

Betreuung, Führung

In aller Regel ist es erfahrene Reiseleiter Vlado Trulik – deutsch sprechende Kenner der Natur, bei manchenTouren unterstüzt von Wildbiologe und Nationalparkranger Milos Majda. Oft begleiten auch weitere Fachleute die Gruppe.

 

Reisegebiet, Ablauf

Die gesamte Exkursionsroute liegt im Bereich des Nationalparks Malá Fatra oder auf dem Gebiet von Naturschutzreservat Sulov Felsen. In aller Regel kommen wir immer zu unserem Ausgangspunkt bzw. zu unserer Unterkunft zurück! Es ist somit nicht notwendig jeden Tag die gesamte Ausrüstung und Kleidung mit sich zu tragen. In den Rucksäcken werden nur die für den Tag notwendigsten Sachen mitgetragen. Ein kleinerer Rucksack mit Wasser, Regenschutz und vielleicht etwas frischer Wäsche reicht für die Tagesausflüge.

 

Ausrüstung

Mindestens 2 Paar gute Schuhe (Wander- bzw. Bergschuhe), vernünftige Trecking-Kleidung (am Abend kann es in den Bergen stark abkühlen) mit ausreichend T-Shirts und Wäsche zum Wechseln, Regenschutz, gute Windjacke, Fernglas, Schlafsack, Taschenmesser, Holzbret, Becher. Der örtliche Leiter kennt zwar jede Pflanze und jedes Tier, dennoch können gute Bestimmungswerke bzw. Floren- und Faunenführer mitgenommen werden (Pflanzen, Pilze, Vögel, Säugetiere). Obwohl die Gruppe abends in der Regel in die Unterkunft zurückkommt, ist ein im Auto mitgeführter Schlafsack kein Fehler! Bei gutem Wetter sind Übernachtung in Hütten tiefer im Wald auf Wunsch immer möglich. Ebenfalls empfehlenswert ist ein dünner “Schlafsack” bzw. Leintuch-Sack wie in Zügen oder Alpenvereinshütten üblich für mögliche Übernachtungen in Hütten. Die richtige Strategie: lieber etwas mehr Ausrüstung im Auto in die Slowakei mitführen, Teile davon können bei Bedarf für die Tagesausflüge mitgenommen werden.

 

Nationalpark Malá Fatra

Der Mittelgebirgskamm der Malá Fatra wurde 1988 zum Nationalpark erklärt. Nur in Ausnahmefällen ist hier eine stark eingeschränkte Nutzung – etwa der traditionelle Holzwirtschaft – gestattet.

Das Kerngebiet des Park umfasst eine Fläche von 22.630 Hektar und ist von weiteren 23.262 Hektar ursprünglicher Landschaft umgeben, die für den Naturschutz reserviert sind (eingeschränkte Nutzung in 3 Abstufungen).

Der westlichste Naturpark des Karpartenbogens zeichnet sich durch eine besonders große Vielfalt geologischer, geomorphologischer und damit auch kleinklimatischer Bedingungen aus. Weitgehend frei von menschlichen Eingriffen konnte hier eine außerordentliche Vielfalt an Lebensräumen entstehen und es verwundert daher nicht, dass sich in diesem Gebiet die höchste Ökodiversität der Slowakei findet . Die Artenvielfalt grenzt mancherorts an die Konzentration in einem botanischen Garten.

 

Geologie und Geomorphologie

Den geologischen Kern bilden Granodiorite. Den Hauptkamm bedecken Kalk, Dolomiten, Granit, Schiefer und Sandstein – und somit sehr unterschiedliche Ausgangsgesteine. Vor allem auf Kalkuntergrund entstanden Klammtäler und bizarre Felsformationen. Die Höhenrücken sind sehr zerklüftet und bilden formenreiche Felsendome. Diese Reliefformationen stehen im Kontrast mit den abgerundeten Oberflächen der Granitbereiche.

Besonders schön und beeindruckend sind die unterschiedlichen Verwitterungsformen am Großen Rozsutec (sinngemäß übersetzt: Der, der auseinander geht; aus Kalk) und am Stoh (= Runder Strohballen; aus Granit) zu sehen. Beide Formationen sind nur durch einen Pass getrennt und erreichen jeweils eine Höhe von 1.600 m.

Die Landschaft ist äußerst abwechslungsreich: In Malá Fatra wechseln sich auf kurzen Distanzen hohe Gipfel und tief eingeschnittene Täler ab. Höchste Erhebung ist der Große KriváA (Velkc KriváA) mit 1.709 m. Weitere fünf Hauptgipfel erreichen eine Höhe über 1.600 m. Der tiefste Punkt der Region liegt mit 350 m am Mäander des Flusses Váh bei der berühmten Burg Streano.

 

Klima

Das Klima ist mit bis zu – 35 Grad C im Winter und + 35 Grad C im Sommer deutlich kontinental. Die Vegetationsperiode beträgt 6 Monate und dauert von April bis Oktober; danach ist es in der Regel frostig. Von Dezember bis Mitte März liegen die Temperaturen in der Regel zwischen – 15 und – 35 Grad C. Die höchste Temperatur im Juli beträgt ca. + 35 Grad C. Ab Mitte August sinken die Temperaturen bereits unter 20 Grad – zum Bedauern der Kinder, da dann kaum mehr gebadet werden kann. Der trockenste Monat ist in der Regel der September.

 

Wasser

Das Gebiet ist reich an Quellen, Wasserläufen und Wasserfällen, die ihren Weg durch die Felsen suchen und dank der Erosion und durch Felsabbrüche immer wieder für interessante Veränderungen der Felslandschaft sorgen. Das Gebirge wird durch den Fluss Orava entwässert, der schließlich nach Süden in den Váh einmündet.

 

Flora der Malá Fatra

Durch den variationsreichen Untergrund und die großen Unterschiede in Meereshöhe, Temperatur und Wasserführung konnte sich eine große Vielfalt floristisch interessanter Lebensräume entwickeln.

 

Waldvegetationsformen und Klima

In Malá Fatra finden sich sieben Waldvegetationsformen (im Tal Erlenbruch, über Buchen- / Eichenwald am Bergfuß, zu Buchen-, Tannen- und Fichteformationen am Mittelhang bis hin zu Latsschenkieferbereichen auf dem Kamm. Die Hauptformationen werden immer wieder durch ausschließlich in der Kleinen Fatra vorkommenden Pflanzen (Endemiten) wie Sorbus margittaiana (eine Ebereschenform) unterbrochen. Felsenbirne, Eiben, Kornellkirsche, Berberitze und Pfaffenhütchen finden sich als Unterholz. Es ist spannend zu beobachten, wie sich mit zunehmender Höhe die Waldformationen ändern. Dominiert im Tal die Buche, so gewinnen mit zunehmender Höhe Fichte und schließlich die Kiefer den Kampf um Nährstoffe und Licht.

60 % Laubholz, 40 % Nadelholz. Anteile nach Artengruppen: Buche 55 %, Fichte 30 % , Tanne 6 %, Latsche 3 %, Bergahorn 2 %. Weitere Bäume: Eiche, Esche, Birke, Linde, Erle, Kiefer, Lärche und Eibe.

 

Klimatische Auswirkungen auf die Flora

Durch die Nordexposition und die tiefen Einschnitte vieler Täler entsteht eine klimatische Extremsituation – die so genannte klimatische Inversion. Dadurch können hier Arten wachsen, die anderswo nur im Hochgebirge anzutreffen sind. Die Latschenkiefer kommt beispielsweise schon ab 600 m Seehöhe vor (in den Alpen in der Regel ab 1.200 m). Sie stellt ein eiszeitliches Relikt dar. Die größte Artenvielfalt entwickelte sich auf den kalkgeprägten Dolomiten mit starken Unterschieden zwischen heißem Südhang und kaltem Nordhang.

 

Krautige Vegetation

Weite Bereiche des Nationalparks wurden bisher kaum wirtschaftlich genutzt. Die Flora konnte sich über Jahrhunderte ungestört entwickeln. Es konnte sich somit eine komplexe Lebensgemeinschaft, ein System mit kaum überschaubaren Wechselwirkungen entwickeln. Besonders eindrucksvoll zeigt sich die ökologische Vielfalt an der Krautvegetation der Wälder und Wiesen. Ab Anfang April ändert sich das Farbbild ständig. Den Anfang machen Farbflächen von gelben Primeln, lila Küchenschellen und tiefblauen Leberblümchen im Wald.

 

… der Wiesen

Ab Mai erscheinen: ein vielfarbiger Teppich mit Knabenkrautorchideen in Rot- und Violetttönen, Glockenblumen, aufgehellt durch weiße Margeriten. Auf feuchten Flächen zeigen sich rosarote Schattierungen der Kuckuslichtnelke sowie hellere Formen der Knabenkräuter.

Der blütenreichste Monat ist sicherlich der Juni. Spektakulär sind die intensiv rotvioletten Flächen der Kartäusernelke, die auf trockenem Grund dominieren. Auch die Orchideen zeigen dann die größte Artenvielfalt. Auf einer Tagestour können sicher 10 verschiedene Orchideenarten in oft dichten Beständen gefunden werden. Die Bestimmung der Orchideen ist mitunter schwierig, da immer wieder Kreuzungen auftreten. Hier züchtet die Natur noch selbst neue Formen!

Der Pflanzenteppich spiegelt die abiotischen Verhältnisse der jeweiligen Standorte wieder. So sind innerhalb einzelner Wiesen kleinräumig immer wider verschiedene Farbakzente durch spezialisierte Arten zu erkennen – so z. B. in Quellbereichen oder in trocken Bereichen. Der örtliche Reiseleiter Vlado Trulík kann dem Gast dadurch allein anhand der Pflanzendecke das Relief und den Untergrund auf kleinstem Raum erklären.

 

…der Wälder

Auch die locker mit Bäumen bestanden Urwälder zeichnen sich über das Jahr durch eine reichhaltige Krautvegetaion aus. Selbst unter Buchen gedeihen prächtigen Bestände von Martagonlilien, Bingelkraut, Waldhyazinthen, gelbem Fingerhut (Digitalis grandiflorum) und gelbem Eisenhut (Aconitum lutea). Zeiger ungestörter Lebensräume in den Wäldern sind die bleichen chlorophyllfreie Pflanzen wie Vogelnestwurz (Neottia nidus- avis) und Fichtenspargel oder Sommerwurzarten einer genügsamen Gruppe der Rachenblüter (Scrophulariaceae) 16 Jahre zur ersten Blüte benötigen die Frauenschuhorchideen. Diese Pflanzen leben in enger Symbiose mit einem Pilz und sind daher besonders anfällig gegenüber jedweden Störungen.

In abgeschlossene Waldschluchten kann man ein besonderes Dufterlebnis haben.

Geschützt von Felswänden und Baumkronen entwickeln das wilde Silberblatt (Lunaria revidia) oder die Waldhyazinthe, eine Orchideenart zur Blütezeit wahre Duftwolken. Immer wieder leitet die Nase auch zu wohlriechendem Seidelbast, der sich um eine Ecke herum ankündigt.

 

…der alpinen Region

Eine gänzlich andere Pflanzenwelt als auf den Hängen und im Tal kann auf den Bergkämmen erforscht werden. Im Frühjahr spriessen karpartische Troddelblumen (Soldanella slavica)

Frühlingsenzian und Krokus (Krokus heuffelianus) und die endemische Küchenschelle

(Pulsatilla slavica). Bemerkenswert ist auch, dass sich mit zunehmender Höhe auch im Sommer noch viele Frühlingsarten zeigen. Im Gebirge durchstreift der Wanderer ja an einem Tag unterschiedliche Klimazonen.

Hier zeigen sich viele endemische Arten wie die Enzianform Gentiana clusii und Gentina acaulis und gelber Enzian. Eindrucksvolle Bestände bildet hier der weisse Germer und besondere Formen des kräftig roten Läusekrautes (Pedicularis verticillata)

 

Pflanzenarten – in Zahlen

Selbst erfahrene Botaniker sind immer wieder überrascht, wenn sie in der Malá Fatra diese Artenfülle und derartige natürliche Entwicklungsformen auf kleinstem Raum erblicken.1.100 Arten von Blütenpflanzen, davon 22 westkarpartische Endemiten, 14 karpartische Endemiten, 15 karpartische Subendemiten, 1 pannonischer Subendemit und 1 eigener Endemit – die genannte Eberesche Sorbus margittaiana. Von diesen Arten stehen 169 auf den internationalen Roten Listen bedrohter Pflanzenarten. 67 dieser Arten müssen als kritisch bedroht bezeichnet werden.

 

Fauna der Malá Fatra

Nicht minder beeindruckend ist die Fauna der Region. An die 3.000 Arten Wirbelloser Tiere wurden bisher festgestellt, was die Wirbeltiere betrifft, kommen hier praktisch alle Arten dieser Klimazone vor. Besonders erwähnenswert ist das Vorkommen der drei Großprädatoren Europas Wolf, Bär und Luchs. Ein ähnlich erfreuliches Bild zeigt die Vogelwelt mit reichen Brutbeständen von Steinadler, Schreiadler, Uhu, Habichtskauz, Wanderfalke und dem sehr seltenen Würgfalken. Auf dem Boden zeigen sich mit Auerhahn, Birkhahn und Haselhuhn die seltensten Hühnervögel Europas. Typisch alpine Arten sind mit Ringdrossel, Mauerläufer, Tannenhäher und Steinschmätzer vertreten. Auch der scheue Schwarzstorch ist mit ca.15 Paaren Brutvogel in dieser Region. In den Wäldern sind sämtliche Spechtarten u.a. der an Urwald gebundene Weissrückenspecht und der gelbnackige Dreizehenspecht zu hören und zu sehen.